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Chronik

-als stark verkürzter Abriss-

Es waren einmal...

drei begeisterte und ausdauernde Tischtennisspieler (10 - 15 Spiele (!) pro Trainingsabend), die sich beim TV Dienheim kennen gelernt haben und dort jahrelang Tischtennis spielten: Bernhard Keller, Leo Sand und Hans-Georg (Schorsch) Wolf. Die ersten zwei zogen nacheinander nach Wörrstadt um und schlossen sich der TUS Wörrstadt an. Als die dortige Tischtennisabteilung mit Vendersheim fusionierte und die Möglichkeiten Tischtennis zu spielen, deutlich schlechter wurden (z.B. zu viel Andrang an den Platten => Wartezeiten), entstand die Idee, einen neuen und nur auf Tischtennis ausgerichteten Verein zu gründen. Keller und Sand sind kurzerhand aus der TUS ausgetreten, haben mit Schorsch (Wolf), der inzwischen in Ingelheim wohnte, alle Tischtennisinteressierten angesprochen und mit insgesamt 11 Gründungsmitgliedern in der Gründungsversammlung am

03. Oktober 1980

den TTC Wörrstadt aus der Taufe gehoben.
Und... es sind viele auf uns aufmerksam geworden. Bereits 8 Jahre nach unserer Vereinsgründung ist Tischtennis olympische Sportdisziplin geworden. Leider haben wir uns für dieses Turnier noch nicht qualifizieren können.
Es kann auch gar nicht anders sein, als dass die Bundesregierung vor lauter Begeisterung über das Gründungsdatum des TTC ihr politisches Handeln danach ausrichtete und den 3. Oktober gut zehn Jahre später zum viel umjubelten Nationalfeiertag (Tag der deutschen Einheit) erklärt hat !!! ;-) Auf jeden Fall feiert der TTC an diesem Tag seinen Geburtstag und kann ohne Terminprobleme seine Mitgliederversammlung oder Vereinsmeisterschaften oder ähnliches durchführen. Im Jahr 2000 gab es den von Anfang an zum Scheitern prognostizierten Verein (so einige Skeptiker) 20 Jahre! ;-)

Von den 11 Gründungsmitgliedern ist heute immer noch eins im Verein: Hans-Georg Wolf

Dem ersten Vorstand gehörten an:

1. Vorsitzender: Bernhard Keller
2. Vorsitzender: Ansgar Triller
Kassenwart: Hans-Georg Wolf
Geschäftsführer und Jugendleiter: Leo Sand

Die ersten Mitgliedsbeiträge waren ausgesprochen günstig:

Schüler bis 14 Jahre     DM 2,- / Monat
Schüler bis 18 Jahre     DM 3,- / Monat
Erwachsene     DM 5,- / Monat

Bereits am 08.12.1980 fand die Unterzeichnung der Nutzungsvereinbarung für die Turnhalle der Grundschule statt, die noch heute unser Spiellokal ist.

Die am 03.10.1980 beschlossene Vereinssatzung wurde in der heute noch gültigen Fassung vom 20.02.1981 durch die Sportinstitutionen (Sportbund und Rheinhessischer Tischtennisverband) sowie das Finanzamt anerkannt. Am 16.03.1981 wurde der TTC vom Finanzamt Bingen als gemeinnütziger Verein anerkannt.
Laut Bestandserhebung des Sportbundes hatte der TTC am 01.01.1981 bereits 14 Mitglieder. Im selben Jahr gab's einen Gemeindezuschuss in Höhe von DM 279,-. Dieser beträgt leider auch heute nicht mehr, obwohl es mittlerweile über 70 Mitglieder sind!

In seiner ersten Spielsaison (81 / 82) durfte der TTC mit seiner Herrenmannschaft sofort in der Kreisklasse C starten, wo er mit 40:0 Punkten souverän Meister wurde. In der Kreisrangliste belegte der damalige Spitzenspieler Hans-Georg Wolf den 7. Platz. Im selben Jahr belegte der uns damals noch unbekannte Thomas Schüßler aus Udenheim (für nicht eingeweihte: Thomas spielt heute in der 2. Mannschaft.) in der Rangliste der Schüler A ebenfalls den 7. Platz.

In der Spielsaison 82 / 83 bot der TTC bereits 2 Herrenmannschaften auf. In der Kreisklasse B gab es einen Meister- und in der Kreisklasse D einen Vizemeistertitel; beide Mannschaften sind aufgestiegen.

In der folgenden Saison (83 / 84) war der TTC auch im Nachwuchsbereich vertreten; es gab die erste Jugendmannschaft mit Spitzenspieler Jürgen Herbert, Stephan Obermüller, Frank Leiter und Sascha Stiebing. Vizemeisterschaft und Aufstieg in die Verbandsjugendklasse waren hier die großen Erfolge. In den Folgejahren hat der Verein größten Wert auf Jugendarbeit gelegt und in diesem Bereich bis zum heutigen Tag regelmäßig schöne Erfolge gehabt.

Einen Rückschlag brachte die Saison 84 / 85. Die 1. Herrenmannschaft entging nur knapp dem Abstieg aus der Kreisklasse A. Die 2. Mannschaft hat's erwischt; sie musste in die D-Klasse absteigen. Aber: Unter den erfolgreichsten Spielern der Kreisklasse A lag nach damaligem Bewertungsmodus ein gewisser Leo Sand mit 24,5 Punkten vor - wiederum - Thomas Schüßler mit 23,5 Punkten!

In der Spielsaison 85 / 86 meldet der TTC erstmalig eine Damenmannschaft zum Spielbetrieb an. Sie belegt den drittletzten Platz. Im Folgejahr sogar den 5. Platz in der Kreisklasse, doch sie löst sich auf. Von den mittlerweile vier Herrenmannschaften schneidet die 1. Mannschaft als ungeschlagener Sieger in der Kreisklasse A am besten ab. In ihr spielten neue aber gut bekannte Leute unter anderem Gabber, Stork und Schüßler.

Aus der Saison 86 / 87 ist lediglich hervorzuheben, dass die dritte Herrenmannschaft einen hervorragenden 3. Platz in der Kreisklasse D und Frank Leiter in der Bestenliste dieser Klasse den 7. Platz belegte.

Die bisher erfolgreichsten Jahre des Vereins waren 96 / 97 und 01 / 02. Es gab jeweils 3 Meister-Mannschaften bei den Herren und insgesamt 4 Aufsteiger. Ähnlich vorzeigbar waren die Einzelbilanzen, Ranglisten und Kreismeisterschaften der Saison 96 / 97. Drei Spieler haben einen Pokal als Klassenbeste erhalten:

  • Thomas Schüßler in der Kreisklasse A 
  • Leo Sand in der Kreisklasse B
  • Lothar Stork in der Kreisklasse D

In diesem Zusammenhang darf nicht unerwähnt bleiben, dass die "Dauermeistermannschaft" - abwechselnd in der Kreisklasse C und D - mit den Stammspielern Stork, Meyenschein und Wolf immer wieder bereit war, den Aufstiegsplatz in der nächst höheren Klasse jüngeren Spielern zu überlassen und so einen wertvollen Beitrag zur Nachwuchsförderung leisteten.

In den Jahren ab 1997 galt es, die erreichten Erfolge zu stabilisieren sowie Neuzugänge und Jugendliche in die Herrenmannschaften zu integrieren. Der Verein hat sich als Institution im Kreis Alzey einen Namen gemacht. Das gilt ganz besonders in Bezug auf die Nachwuchsarbeit.

Die wichtigsten Betätigungsfelder neben den TT- Aktivitäten in den jeweiligen Einzel- und Mannschaftskonkurrenzen sind:

  • Die Jugendarbeit als Daueraufgabe
  • Der Kartoffelpufferstand seit 1982 am Wörrstädter Markt

Fazit

In der mittlerweile über 30-jährigen Vereinsgeschichte hat sich erwiesen, dass die althergebrachten Grundsätze der Vereinsarbeit, Jugendförderung und sonstiger ehrenamtlicher Tätigkeit im Verein nach wie vor Gültigkeit haben, den Mitgliedern zu vermitteln sind und immer noch genügend Anreiz zur engagierten Mitarbeit bieten, solange alle Mitglieder das Gefühl haben, voll integriert sowie bestens informiert zu sein, um mitbestimmen zu können. Um das zu realisieren, muss man alle frühzeitig in die Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozesse einbinden, was naturgemäß nur bei einer noch überschaubaren Mitgliederstärke gelingen kann (Null Problemo, solange alle zusammen feiern können...).
Mit Blick auf die äußeren Vorgaben wie Hallengröße und -nutzungszeiten sind einer weiteren Expansion des TTC unüberwindliche Grenzen gesetzt. Der TTC hat bei den Herren nahezu seine sinnvolle Maximalgröße erreicht und muss mit aller Kraft bestrebt sein, das aus der Jugend heranwachsende Spielerpotential in die Herrenmannschaften zu integrieren. Neuzugänge im Nachwuchsbereich sind stets erwünscht und willkommen.